Archiv für den Monat Juni 2013

Im Reich von Sonnentau und Hochmoorgelbling

Rast in der Waldeinsamkeit am Kohlschachten (Foto: Archiv NPV)

Rast in der Waldeinsamkeit am Kohlschachten (Foto: Archiv NPV)

Jeden zweiten Sonntag bietet die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald im Rahmen ihrer Sonderveranstaltungen eine Hochmoor- und Schachtenführung in die Einsamkeit des bayerisch-böhmischen Grenzkamms an. Begleiten Sie den Nationalpark-Ranger Stefan Neuberger auf einer kleinen Zeitreise zurück in die hohe Zeit der Schachtenbewirtschaftung und tauchen Sie mit ihm ein in die Tier- und Pflanzenwelt der Hochmoore.

Treffpunkt dazu ist am Sonntag, 30. Juni um 10:15 Uhr am Wanderparkplatz in der Ortsmitte von Buchenau. Weitere Termine sind: 14.07. / 28.07. / 11.08. / 25.08. / 08.09. / 22.09. / 06.10. / 20.10. / 03.11.

Die kostenlose Führung dauert ca. 5 bis 6 Stunden incl. An- und Rückfahrt.
Eine Anmeldung beim Nationalpark-Führungsservice ist erforderlich unter Tel. 0700 00 77 66 55.

Rainer Pöhlmann

 

Wandern in Nationalpark

Wege durch Natur und Zeit – Grenzüberschreitende Wanderung nach Fürstenhut

Im Rahmen der Sonderführungen der Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald findet am kommenden Sonntag, dem 30. Juni 2013 die erste grenzüberschreitende Wanderung in den Nationalpark Šumava in diesem Jahr statt.

Die Führung beginnt um 09:15 Uhr am Grenzübergang Buchwald (Bučina) bei Finsterau. Die Anfahrt dorthin ist mit dem Igelbus möglich, Abfahrt ist um 08:25 Uhr ab der Haltestelle Nationalparkzentrum Lusen, um 08:53 Uhr ab dem Parkplatz Wistlberg.

Die ca. 12 Kilometer lange Strecke führt durch den ehemaligen Ort Bučina (Buchwald) nach Knižecí Pláně (Fürstenhut). Nach einem Rundgang durch den restaurierten Friedhof und den Ort, an dem ehemals die Kirche von Fürstenhut stand, geht es weiter über die Fluren der Ortschaft zu einer Einkehr.
Dort kann eine Brotzeit oder ein Mittagessen eingenommen werden (Bezahlung in Euro möglich.) Die Mitnahme einer Brotzeit und eines Getränkes wird dennoch empfohlen.

Der Rückweg zum Grenzübergang  Buchwald erfolgt über den ehemaligen Weiler Chaloupky (Hüttl) und die neue Grenzübertrittsstelle unterhalb der Teufelsbachklause.

Die Rückfahrt mit dem Igelbus ist für 15:50 Uhr geplant.

Die Führungsgebühr beträgt 5,- Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sind frei. Bei Anreise mit dem Igelbus bzw. dem Vorzeigen einer Nationalpark-Card oder einer Gästekarte mit GUTi-Logo wird nur die halbe Führungsgebühr erhoben.

Neben festem Schuhwerk und dem Wetter angepasster Kleidung ist der Personalausweis oder der Reisepass unbedingt mitzubringen.

Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung bis spätestens einen Tag vorher beim Nationalpark-Führungsservice (Tel.: 0700 00776655) erforderlich.

Rainer Pöhlmann

 

Wanderurlaub im Nationalpark

Vollmondwanderung auf dem Seelensteig

Im Rahmen der Sonderführungsreihe lädt die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald auch in diesem Sommer zu verschiedenen Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit den Kirchen in der Nationalparkregion dazu ein, Natur in Verbindung mit besinnlichen Elementen zu erleben. Lassen Sie sich ein auf Waldbegehungen und -begegnungen mit Theologen und Nationalparkmitarbeitern in ungewohnter Weise.

Am kommenden Sonntag, den 23. Juni, werden Sie vom katholischen Pfarrer Rupert Wimmer, der evangelischen Diakonin Gabi Neumann-Beiler und dem Nationalpark-Ranger Günter Sellmayer bei einem meditativen Vollmondspaziergang auf dem Seelensteig begleitet.

Treffpunkt für diese ca. 2-stündige Veranstaltung ist um 21:30 Uhr auf dem P+R-Parkplatz in Spiegelau. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Rainer Pöhlmann

Weitere Informationen: http://www.nationalpark-bayerischer-wald.de/zu_gast/wandern_und_erleben/index.htm

Erlebnisurlaub Bayerischer Wald

Mythen und Sagen aus dem Herzen des Bayer- und Böhmerwaldes

Nationalpark-Sonderführung zum Großen Falkenstein

„Das ist nicht ein Wald wie sonst einer
Der Bayerische Wald.
Er ist so schwarz wie sonst keiner –
Es hat ihn noch keiner gemalt
Wie er ist.“
(Georg Britting)

Zwischen Arber und Rachel ragt nahe der böhmischen Grenze ein gewaltiger Bergkegel in den Zwiesler Talkessel und in das waldumsäumte Tal des Regenflusses hinein. Der Falkenstein ist mit Arber, Osser und Rachel einer der vier großen Doppelgipfel, die für das bayerisch-böhmische Grenzgebirge so charakteristisch sind. Der Charme der herben Schönheit unserer Waldheimat drückt sich aus in ihrem reichen Sagenschatz, der tiefe Wurzeln hat bis in längst vergangene Zeiten. Sie werden wieder zum Leben erweckt auf der mythologischen Wanderung zum Großen Falkenstein mit dem Deggendorfer Mythenforscher Jakob Wünsch.

Treffpunkt für die kostenlose Führung ist am Sonntag, 23. Juni um 10:00 Uhr am Infopavillon / P1 in Zwieslerwaldhaus. Die Tour wird ca. 6 Stunden dauern. Bitte festes Schuhwerk und dem Wetter angepasste Kleidung nicht vergessen. Auch eine gewisse Grundkondition sollte vorhanden sein.

Eine Anmeldung bis spätestens einen Tag vorher beim Nationalpark-Führungsservice unter 0700 00 77 66 55 ist erforderlich.

Rainer Pöhlmann

Weitere Informationen: http://www.nationalpark-bayerischer-wald.de/zu_gast/wandern_und_erleben/index.htm

Urlaub beim Nationalpark Partner

Radfahren & Wandern im Nationalpark Bayerischer Wald

Im Rahmen der Sonderveranstaltungen bietet die Nationalparkverwaltung auch eine geführte Radwanderung an. Der ca. 19 Kilometer lange und 3 bis 4-stündige interessante Rundweg beginnt am Donnerstag, dem 20. Juni um 13:00 Uhr am P&R-Parkplatz in Spiegelau.

Voraussetzung sind ein wenig Kondition und am besten ein MTB (muss jedoch nicht sein), auch E-Bikes und andere gute Räder sind willkommen. Bitte auch an bequemes Schuhwerk und entsprechende Bekleidung denken, ebenso wie an ausreichend Getränke.

Tourenbeschreibung

Gleich zu Beginn führt der Weg durch einen schönen Bergmischwald nach Klingenbrunn-Bahnhof (ca. 6,5 Kilometer). Bekannt geworden ist diese kleine Ortschaft durch die 1975 errichtete Nationalpark-Wetterstation (hier werden Temperaturen gemessen, die zu den tiefsten an bewohnten Orten in Deutschland zählen) und durch die Geschichte der Waldbahn, deren Blütezeit wohl in den 1930er Jahren lag.

Nächstes Zwischenziel mit einem Höhenunterschied von 200 Metern ist der 950 Meter hoch gelegene Gfäll-Parkplatz. Links neben dem Weg sprudelt der glasklare Gebirgsbach Flanitz, den man schon lange Zeit vorher hört. Ca. 4 Kilometer Anstrengung, dann wird die Haarnadelkurve an der Scher erreicht. Von hier  geht es leicht bergab bis zum Parkplatz Gfäll. Jetzt noch 1 Kilometer bergab auf der Teerstraße zu unserem Wanderziel, dem Seelensteig.

Nach einer Stärkung begehen wir den 1,3 Kilometer langen Seelensteig. Weshalb dieser Holzweg so genannt wird, werden wir bald erfahren. Wir tauchen ein in eine Waldwildnis, wie wir sie lange nicht gesehen haben und unsere Seele zu tiefst berührt wird von der Selbstheilungskraft des Waldes. Wir „erfahren“ den Kreislauf der Natur. Totes Holz wird durch Mikroorganismen und Pilze zersetzt, wir sehen, wie neues Leben entsteht. Das Leitmotiv des Nationalparks: Natur, Natur sein lassen wird deutlich sichtbar.

Treppab, treppauf genießen wir schweigend, nachdenklich oder auch unterhaltend diese Wildnis, die Texttafeln motivieren uns, eigene Gedanken zu machen.

Eine Stunde oder auch eineinhalb Stunden tauchen wir ein in eine andere Welt. Gestärkt und angetan von diesem Steig endet eine erlebnisreiche Radtour am Ausgangspunkt, dem P&R-Parkplatz in Spiegelau.

Rainer Pöhlmann

Weitere Informationen: http://www.nationalpark-bayerischer-wald.de/zu_gast/wandern_und_erleben/index.htm

Wanderurlaub beim Nationalpark Partner

Gemeinsamer Aufbruch ?! – Die Zukunft des Bayerischen Waldes

Podiumsdiskussion im Haus zur Wildnis zu einem Thema das uns bewegt

Am Donnerstag, dem 27. Juni 2013 um 19:30 Uhr veranstaltet der Kultur- und Förderkreis Nationalpark Bayerischer Wald e.V. unter anderem mit Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl eine sehr gut besetzte Podiumsdiskussion unter Leitung von Hubert Ettl vom Lichtungsverlag.

Damit wird die Diskussion weiter geführt, die im von Hubert Ettl herausgegebenen Buch „In die Mitte Europas gerückt – eine Zukunft des Bayrischen Waldes“ bereits lanciert wurde.

Die besorgniserregende Entwicklung im Bayerischen Wald: überproportionaler Bevölkerungsrückgang, aussterbende Innenstädte und Dorfkerne bei gleichzeitiger Zersiedelung, medizinische, infrastrukturelle Unterversorgung, Verlust von Arbeitsplätzen, Qualitäts- und Vernetzungsdefizite im Tourismus und so weiter und so fort.

Bei der absoluten Brisanz dieser Themen hoffen die Veranstalter auf viele interessierte und engagierte Besucher, trotz oder gerade wegen der Überschwemmungskatastrophe entlang der Donau.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.
Die Gastronomie im Haus zur Wildnis ist zumindest bis zum Veranstaltungsbeginn geöffnet.
Ein Shuttlebus-Service vom Parkplatz ist ab 19:00 Uhr eingerichtet.

Rainer Pöhlmann

Weitere Informationen: http://www.nationalpark-bayerischer-wald.de/zu_gast/veranstaltungen/index.htm

Landluft im Haus zur Wildnis

theaterUnter dem Motto „Fenster auf – Landluft ins Wirtshaus“ gibt es am Freitag, dem 14. Juni 2013 um 19:30 Uhr im Haus zur Wildnis des Nationalparkzentrums Falkenstein für Freunde bodenständiger Wirtshausmusik wieder einen musikalischen Leckerbissen.

Landluft, die Freyunger Mundartband, ist seit mehr als 20 Jahren aus der Musikszene Südostbayerns wohl nicht mehr wegzudenken.  Dass die fünf Herzblutmusiker und Träger diverser Kulturpreise sich über diese lange Zeit immer wieder weiterentwickelten und ihre Musik „neu erfinden“ wollen,  ist ihnen ein zentrales Anliegen.

Konsequenterweise ist auch ihr nunmehr jüngstes Projekt denkbar ungewöhnlich und neuartig. Selbst schon immer Anhänger der bayrischen Wirtshauskultur und deshalb auch gerne des Öfteren im Wirtshaus anzutreffen, haben sie sich Gedanken über die traditionelle Verstrickung von Wirtshaus und Musik gemacht.

War nicht über Jahrhunderte hinweg das Wirtshaus Mittelpunkt des nahezu kompletten gesellschaftlichen Lebens, in dem sämtliche Festlichkeiten „von der Wiege bis zur Bahre“ begangen wurden? Nicht nur das leibliche Wohl durch Essen und Trinken fand hier seine Befriedigung, auch politische Diskussionen sowie persönliche Angelegenheiten bis hin zur tätlichen Auseinandersetzung wurden  in dieser so bedeutenden „Lokalität“ ausgetragen.

Und war nicht, zumindest in ländlichen Gegenden, dieses Wirtshaus – neben der Kirche – der einzige Ort, an dem Musik wirklich im wahrsten Sinne des Wortes erlebt werden konnte?

Was lag den Fünf also näher, als Leidenschaft und Profession wieder zueinander zu führen, indem sie auf großes Equipment und auf eine große Bühne verzichten, um wieder „zurück ins Wirtshaus“ gehen zu können. Der direkte Kontakt zum Publikum auf engem Raum, der jeden Zuschauer das „Handgemachte“ am Musizieren erleben lässt, stellt den Reiz eines Wirtshauskonzerts dar, macht den Vorgang des Musizierens wieder greifbar.

Und weil aber das Eine zum Andern gehört, ein Wirtshausabend ohne „G’schmaatz“ nur eine halbe Sache wäre, würzen Landluft ihr Programm mit den berühmt berüchtigten „G’schichtn über d’Leid fia d’Leid“ . Mit bodenständigem Humor wird über Erlebtes und Un-Erhörtes nicht ohne ein gewisses Augenzwinkern fabuliert, somit zum Leben gebracht und am Leben erhalten. „Weil’s am End´ a so gween sa kannt“ …

Eintritt: 12,- Euro; Schüler 10,- Euro

Kartenvorverkauf mit Tischreservierung im Haus zur Wildnis

Shuttleservice ab 19.45 Uhr vom Besucherparkplatz

Haus zur Wildnis, Ludwigsthal, 94227 Lindberg, Tel. 09922/5002-0

Rainer Pöhlmann