„Freiluftvernissage“ auf dem Tummelplatz


Am Samstag dem 31. August lädt die NPV ab 14:00 Uhr alle Kunst -und Wanderfreunde herzlich zu einer besonderen Vernissage auf dem Tummelplatz ein. Als Abschluss ihres Aufenthaltes in den wilden Wäldern stellen Kunststudenten aus Tschechien und Deutschland ihre Werke vor.

Bereits zum fünften Mal fand das Künstlersymposium „Na hranici – grenznah“ im Nationalpark Bayerischer Wald statt – diesmal ganz im Zeichen einer Wiederkehr. Normalerweise haben die jungen Künstler an so einem besonderen Ort nur einmal die Möglichkeit zu arbeiten. „Aus den Rückmeldungen der letzten Jahre ging hervor, dass für viele Teilnehmer die Wälder des Nationalparks einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen haben, der sie nicht wieder losließ“, erklärt Mitorganisator Tomáš Černý von der Prager Hochschule für angewandte Künste. „Diesen Menschen wollten wir die Gelegenheit geben, gemeinsam zurückzukehren“, erklärt er weiterhin.

Bei den Materialien oder Themen sind keine Grenzen gesetzt. So kommen hier Bildhauer, Fotografen, Maler oder Graphiker zusammen. Die Rahmenbedingungen der Veranstaltung sind folgende: Sämtliches Gepäck und Material musste mit eigenen Kräften hinaufgetragen werden, keine Motorgeräte durften verwendet werden und für die Verpflegung wurde gemeinsam gesorgt. Dies führte dazu, dass auf dem Tummelplatz Menschen zusammenfanden, die sich in der Gruppe sehr gut verstanden. Dabei boten die weitläufigen Wälder jedem genügend Rückzugsraum und lockten in die Einsamkeit. „In dieser Spannung entstand allmählich eine sehr inspirative und angenehme Atmosphäre“, beschreibt Benjamin Zanon von der Kunstakademie Düsseldorf den Aufenthalt.

Das Symposium stellt eine Verbindung zwischen den Künstlerakademien der Großstädte und der Abgeschiedenheit der Nationalparkregion dar. Künstler suchen gerne eine besondere Ästhetik – und solch eine sucht man woanders vergeblich. Ihre Arbeiten dagegen eröffnen oft ungeahnte Sichtweisen auf das immer aktuelle Thema Nationalpark und Wildnis und sorgen so für frischen Wind in der Wahrnehmung von Natur und Schönheit in der Region.

Bei einer spätsommerlichen Wanderung zum Tummelplatz kann man sich davon überzeugen. Oben erwartet die Gäste eine kleine Bewirtung und eine Führung zu den Kunstwerken. Zur Vernissage, die bei jedem Wetter stattfindet, ist jedermann herzlich eingeladen. Vom nahe gelegenen Parkplatz und der Igelbushaltestelle „Sagwasser“ bei Weidhütte ist eine Stunde Gehzeit einzuplanen. Außerdem kann man den Tummelplatz auch aus Richtung Mauth, Finsterau oder vom Lusen erreichen.

Rainer Pöhlmann

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