Archiv für den Monat Mai 2014

Ilztalbahn ist neuer Nationalpark-Partner

Freuen sich über die neue Partnerschaft zwischen Nationalpark und Ilztalbahn (v. l.): Rosi Steinberger, MdL Grüne, Nationalparkleiter Franz Leibl, ITB-Geschäftsführer Thomas Schempf, der Waldkirchener Bürgermeister Heinz Pollak, Passaus 3. Bürgermeisterin Erika Träger und Jochen Stieglmeier, 1. Vorstand des Vereins der Nationalpark-Partner. (Foto: NPV Bayerischer Wald)

Freuen sich über die neue Partnerschaft zwischen Nationalpark und Ilztalbahn (v. l.): Rosi Steinberger, MdL Grüne, Nationalparkleiter Franz Leibl, ITB-Geschäftsführer Thomas Schempf, der Waldkirchener Bürgermeister Heinz Pollak, Passaus 3. Bürgermeisterin Erika Träger und Jochen Stieglmeier, 1. Vorstand des Vereins der Nationalpark-Partner. (Foto: NPV Bayerischer Wald)

Am 28. Mai 2014 erweiterte sich mit der Ilztalbahn das Netzwerk der Partnerbetriebe des Nationalparks Bayerischer Wald, die für vorbildliche und umweltschonende Betreuung von Gästen in der Nationalparkregion stehen, um einen weiteren Partner. Auf einer Sonderfahrt von Freyung nach Passau und zurück besiegelten Dr. Franz Leibl, der Leiter der Nationalparkverwaltung und Prof. Dr. Thomas Schempf, Geschäftsführer der Ilztalbahn GmbH (ITB), die Partnerschaft mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages.

„Mit ihren in diesem Jahr neu bereitgestellten Zügen und ihrem erweiterten Verbindungsangebot ist die Ilztalbahn für alle Naturbegeisterten – Einheimische ebenso wie Touristen – eine wertvolle Bereicherung des regionalen öffentlichen Nahverkehrs: Als eine der landschaftlich schönsten Bahnlinien Deutschlands sorgt sie für eine perfekte Anbindung der Dreiflüssestadt Passau an den Nationalpark Bayerischer Wald und ist mit ihren grenzüberschreitenden Verbindungen außerdem ein attraktiver Zubringer für unseren tschechischen Schwesternationalpark Šumava. Darüber hinaus hat das hohe Maß an ehrenamtlichen Engagements zur Instandsetzung der Strecken höchste Anerkennung verdient“, sagte Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl anlässlich der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages.

„Wir freuen uns sehr darüber und sind auch stolz darauf, dass die Zusammenarbeit zwischen ITB und dem Nationalpark Bayerischer Wald zustande gekommen ist. Für uns ist dies ein wichtiger Schritt in der Wertschätzung dessen, was wir mit dem Erhalt der Ilztalbahn zu Infrastruktur und Kulturerbe der Region beigetragen haben“, kommentierte ITB-Geschäftsführer Prof. Dr. Thomas Schempf die neue Kooperation. „Mit der Partnerschaft von Nationalpark und Ilztalbahn unter­streichen wir außerdem, wie wichtig uns eine attraktive, klimafreundliche Anreisealternative zum Genuss von Natur und Ursprünglichkeit ist. So wird alles ein besonderes Erlebnis: die Reise selbst und der Aufenthalt dort, wo – wie im Nationalpark – Natur Natur bleiben darf“, so Schempf weiter.

Von der neuen Kooperation profitieren in erster Linie Fahrgäste aus dem Raum Passau – Waldkirchen – Freyung, die nach einer Fahrt mit der Ilztalbahn durch das wildromantische Ilztal und den Unteren Bayerischen Wald ab Freyung mit vertakteten Busanbindungen direkt in den Nationalpark weiterfahren können. Damit ergänzt die Ilztalbahn in idealer Weise das Netzwerk der ÖPNV-Anbieter, die sich für umweltschonende Mobilität in der Nationalparkregion stark machen. Um die Fahrgäste bei der Anreise zum Nationalpark optimal und kompetent begleiten zu können, werden die ITB-Zugbegleiter regelmäßig geschult, um ihr Wissen über den Nationalpark aktuell zu halten. So werden die Ressourcen beider Partner ideal im Sinne der Kunden und der Umwelt genutzt.

Unterzeichnet worden war der Kooperationsvertrag im Rahmen einer Ilztalbahn-Sonderfahrt von Freyung nach Passau und zurück. Die Vertragsunterzeichnung selbst fand bei einem Zwischen­stopp in Waldkirchen, dem Sitz der Ilztalbahn GmbH, statt. Die neue Partnerschaft zwischen ITB und Nationalpark würdigten – neben Nationalparkleiter Leibl und ITB-Geschäftsführer Schempf – mit Grußworten auch Jochen Stieglmeier, 1. Vorsitzender des Vereins der Nationalpark-Partner, sowie von Seiten der Lokalpolitik der Freyunger Landrat Sebastian Gruber, Dr. Olaf Heinrich, Bürgermeister von Freyung, Heinz Pollak, Bürgermeister von Waldkirchen, sowie Erika Träger in Vertretung des Passauer Oberbürgermeisters Jürgen Dupper.

Zum Hintergrund:

1. Die Nationalpark-Partner

Die Nationalpark-Partnerschaft wird vom Nationalpark Bayerischer Wald an ausgewählte Betriebe vergeben, die Gäste in der Nationalparkregion vorbildlich betreuen und natur- und umweltschonend wirtschaften. 2006 im kleinen Kreis gestartet, gehören mittlerweile rund 70 Partner aus den Bereichen Beherbergung und Gastronomie, Naturerlebnisanbieter und ÖPNV zum Nationalpark-Partner-Netzwerk. Durch ein konsequentes Bekenntnis zu Qualität und Nachhaltigkeit sowie die intensive Kooperation untereinander hat das Netzwerk eine Strahlkraft für die ganze Region entwickelt. Als Ansprechpartner und Multiplikatoren engagieren sich die Mitglieder außerdem dafür, Gästen die Nationalparkidee und die vielen sanften Besucherangebote der Region nahe zu bringen.

2. Die Ilztalbahn GmbH

Die Ilztalbahn GmbH wurde 2006 von Mitgliedern des Fördervereins Ilztalbahn e.V. gegründet, um das Engagement für die Wiederinbetriebnahme der Bahnlinie Passau – Waldkirchen – Freyung (Ilztalbahn) noch wirkungsvoller zu gestalten. Der Geschäftszweck der GmbH besteht darin, die knapp 50 km lange Ilztalbahn für jede Form des Verkehrs betriebsfähig zu halten. Dieses Ziel wurde seit 2007 mit Tausenden von ehrenamtlichen Arbeitsstunden zur Wiederherstellung der Befahrbarkeit der Strecke erreicht.

Im Jahr 2010 befuhren erstmals seit über neun Jahren wieder öffentliche Züge die Bahnlinie im Abschnitt Waldkirchen – Freyung, im Juli 2011 wurde der saisonale Verkehr auf der Gesamtstrecke aufgenommen. Wichtige Bestandteile des Freizeitverkehrsnetzes sind die grenzüberschreitende Verbindung über den Bahnhof Waldkirchen an das Bahnnetz Südböhmens in Nové Údolí sowie die Busverknüpfung von Freyung zum Nationalpark Bayerischer Wald. Die Ilztalbahn als eine der schönsten Bahnlinien Deutschlands erfreut sich seit ihrer „Wiedergeburt“ hoher Beliebtheit bei Einheimischen, Ausflüglern und Urlaubsgästen. 2014 konnte das Fahrtenangebot nach der Einführung des Mehrzugbetriebs auf sechs tägliche Fahrtenpaare erhöht werden.

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Mit dem Oktokopter über die Landesgartenschau

Sonntagsmatinee im „Tor zur Wildnis“

„Fluglinse“-Oktokopter und seine Piloten Werner und Christian Oberberger in Action (Foto:www.fluglinse.de)

Am kommenden Sonntag, den 1. Juni 2014, setzt der Nationalpark Bayerischer Wald sein besonderes Kaleidoskop an Attraktionen für Tagesbesucher der Landesgartenschau in Deggendorf fort: Im Rahmen der Sonntagsmatineen, die in loser Folge im „Tor zur Wildnis“ stattfinden, präsentiert das Kamerateam „Fluglinse“ faszinierende Filmaufnahmen aus der Luft, die mit Oktokoptern weltweit aufgenommen wurden. Darunter sind auch Aufnahmen aus dem Nationalpark. Die Fluggeräte selbst wird das Team auch mit auf die Landesgartenschau bringen und das Gelände an der Donau damit überfliegen. Beginn ist um 11.00 Uhr, der Eintritt ist frei.

Infos zu weiteren Veranstaltungen in der Sonntagsmatinee-Reihe im „Tor zur Wildnis“ gibt es unter: www.nationalpark-bayerischer-wald.bayern.de/landesgartenschau

Mit ihrer Kopter- und Kameratechnik gehört das Team von Fluglinse aus Blaibach, Werner und Christian Oberberger, zu den weltweit führenden Unternehmen dieser Art. Fernsehanstalten und Filmproduktionen setzten sie seit vielen Jahren bei großen internationalen Projekten ein. Die bei der Matinee gezeigten spektakulären Flugaufnahmen aus dem Nationalpark Bayerischen Wald laden zur Diskussion ein; Nationalpark-Bildungsreferent Lukas Laux steht interessierten Besuchern gerne Rede und Antwort.

Angebote zur Landesgartenschau der Nationalpark Partner…

 

Pfingstferien im Nationalpark

Viel Abwechslung und Spaß mit Basteln, Wandern und Eulen-Entdeckungstour

Schon mal einen Habichtskauz aus der Nähe bestaunt? Die beste Gelegenheit bietet sich jetzt in den Pfingstferien bei der dreitägigen Eulen-Entdeckungstour „Komische Käuze“. (Foto: NPV Bayerischer Wald)

Schon mal einen Habichtskauz aus der Nähe bestaunt? Die beste Gelegenheit bietet sich jetzt in den Pfingstferien bei der dreitägigen Eulen-Entdeckungstour „Komische Käuze“. (Foto: NPV Bayerischer Wald)

In den Pfingstferien bieten vom 8. bis 20. Juni 2014 wieder beide Nationalpark-Besucherzentren, Hans-Eisenmann-Haus und Haus zur Wildnis, ein abwechslungsreiches Programm mit Veranstaltungen für  Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren an. Ein besonderes Highlight ist diesmal „Komische Käuze“, eine dreitägige Entdeckungstour ins Reich der Eulen: Bei Wanderungen lernen die Teilnehmer mit vielen Spielen verschiedene Eulenarten des Nationalparks kennen und nehmen ihre überlebenswichtigen Fähigkeiten unter die Lupe. Darüber hinaus durchleben sie mit „Eulalia“ ein ganzes Eulenjahr – von der Balz bis zum Flügge werden der Jungen. Treffpunkt für alle Veranstaltungen ist, soweit nicht anders angegeben, jeweils die Besuchertheke in den Informationshäusern; Anmeldung – falls nötig – beim Nationalpark-Führungsservice unter Tel.: 0700 00 77 66 55.

Übersicht über das Pfingstferienprogramm im Nationalpark 2014:

SONNTAG, 8. Juni

Was kriecht und fliegt im wilden Wald
Familiennachmittag im Nationalpark
Hans-Eisenmann-Haus | 14.00 bis ca. 17.00 Uhr (reine Gehzeit ca. 1,5 Std.)
Anmeldung erforderlich!

DIENSTAG, 10. Juni

Von Krabbeltieren und Baumriesen
Erlebnisnachmittag für Kinder von 5 bis 10 Jahren
Hans-Eisenmann-Haus | 14.30 bis ca. 17.00 Uhr.
Anmeldung erforderlich!

DIENSTAG, 10. Juni – DONNERSTAG, 12. Juni

Komische Käuze – Entdeckungstour ins Reich der Eulen
3-tägiges Ferienprogramm für Kinder von 7-12 Jahre,
Teilnahme an einzelnen Tagen ist auch möglich
Hans-Eisenmann-Haus | jeweils von 10.00 bis 16.30 Uhr, Materialkosten pro Tag: 2 Euro
Anmeldung erforderlich.

SONNTAG, 15. Juni

Was kriecht und fliegt im wilden Wald
Familiennachmittag im Nationalpark
Hans-Eisenmann-Haus | 14.00 bis ca. 17.00 Uhr (reine Gehzeit ca. 1,5 Std.)
Anmeldung erforderlich.

MONTAG, 16. Juni

Naturwerkstatt- Naturbilderrahmen
Wir gestalten einen Rahmen aus Ästen für unser selbst gestaltetes Bild vom Wald
Hans-Eisenmann-Haus | 10.00 bis 16.00 Uhr
KEINE Anmeldung erforderlich.

MONTAG, 16. Juni – MITTWOCH, 18. Juni

Komische Käuze – Entdeckungstour ins Reich der Eulen
3-tägiges Ferienprogramm für Kinder von 7 – 12 Jahre, Teilnahme an einzelnen Tagen ist auch möglich
Haus zur Wildnis | jeweils von 10.00 bis 16.30 Uhr,
Treffpunkt: Nationalparkzentrum Falkenstein, Eisenbahntunnel Materialkosten pro Tag: 2 Euro,
Anmeldung erforderlich!

DIENSTAG, 17. Juni

Naturwerkstatt – Waldmobile und Naturzauberstab
Bunte Naturmobile und verzauberte Waldschätze- lass deiner Fantasie freien Lauf
Hans-Eisenmann-Haus | 10.00 bis 16.00 Uhr,
KEINE Anmeldung erforderlich.

Von Krabbeltieren und Baumriesen
Erlebnisnachmittag für Kinder von 5 bis 10 Jahren
Hans-Eisenmann-Haus | 14.30 bis ca. 17.00 Uhr,
Anmeldung erforderlich!

MITTWOCH, 18. Juni

Naturwerkstatt – Wilde Tiere und Waldgestalten
Aus Naturmaterialien und Ton gestalten wir „wilde Kerle“
Hans-Eisenmann-Haus | 10.00 bis 16.00 Uhr,
KEINE Anmeldung erforderlich.

FREITAG, 20. Juni

Naturwerkstatt – Windfänger
Wir basteln verschiedene Windfänger aus Naturmaterialien
Haus zur Wildnis | 10.00 bis 16.00 Uhr,
KEINE Anmeldung erforderlich

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen gibt es bei den beiden Besucherzentren:
Nationalparkzentrum Lusen:
Hans-Eisenmann-Haus: Tel.:08558-96150 | heh@npv-bw.bayern.de
Nationalparkzentrum Falkenstein:
Haus zur Wildnis: Tel.:09922-50020 | hzw@npv-bw.bayern.de

Weitere Informationen: http://www.nationalpark-bayerischer-wald.de/zu_gast/veranstaltungen/index.htm
http://www.nationalpark-bayerischer-wald.de/zu_gast/kinder_und_schulen/index.htm

Urlaub in den Pfingstferien beim Nationalpark Partner

„Klare Kompositionen mit impressionistischen Farbmelodien“

Herbert-Muckenschnabl-Ausstellung im Haus zur Wildnis eröffnet

Vernissage im Haus zur Wildnis: Herbert Muckenschnabl (Mitte) führt durch seine Ausstellung „Bilder aus dem Alltag“; begleitet von Nationalparkleiter Franz Leibl (rechts). (Foto: NPV Bayerischer Wald)

Vernissage im Haus zur Wildnis: Herbert Muckenschnabl (Mitte) führt durch seine Ausstellung „Bilder aus dem Alltag“; begleitet von Nationalparkleiter Franz Leibl (rechts). (Foto: NPV Bayerischer Wald)

Am 22. Mai 2014 wurde im Haus zur Wildnis die Ausstellung „Bilder aus dem Alltag“ mit Werken von Herbert Muckenschnabl eröffnet. Gut 70 Gäste waren zur Vernissage gekommen, um die rund 30 Gemälde zu bewundern, die Landschaften, Stillleben, Architektur und Menschen aus Muckenschnabls niederbayerischer Heimat thematisieren. Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl begrüßte die Gäste, unter ihnen zwei neugewählte Vertreter der Lokalpolitik, die stellvertretende FRG-Landrätin Renate Cerny und den Neuschönauer Bürgermeister Alfons Schinabeck. Die Laudatio hielt der Kunst-, Literatur- und Lyrikverleger Toni Pongratz; eine Führung durch die Ausstellung mit dem Künstler rundete die Vernissage ab. Die Ausstellung ist im Haus zur Wildnis bis einschließlich 27. Juli täglich von 9 bis 18 Uhr zu sehen; der Eintritt ist frei.

„Wir vom Nationalpark freuen uns ganz besonders darüber, dass Sie als einer der renommiertesten Bayerwald-Künstler, der durch seinen Wohnort bei Neuschönau räumlich eher dem Altparkgebiet zugeordnet sind, hier im Haus zur Wildnis, also im Erweiterungsgebiet, Ihre wunderbaren Bilder präsentieren. Ihre Ausstellung kann man daher als ein Zeichen des Zusammenwachsens beider Nationalparkteile – ja der Nationalparkregion als Ganzes – verstehen, denn schließlich gibt es nur einen Nationalpark Bayerischer Wald mit der Zielsetzung ‚Natur Natur sein lassen‘ und eine Nationalparkregion“, sagte Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl bei seiner Begrüßung der Vernissage-Gäste.

Laudator Toni Pongratz hob Herbert Muckenschnabls Fähigkeit hervor, in der heutigen flüchtigen Zeit der unerschöpflichen auditiven und visuellen Möglichkeiten von Fernsehen, Video, Internet und spektakulären Events „Seh-Erlebnisse“ von ruhiger, klarer Eindringlichkeit zu schaffen, die „ein starkes Gefühl des Dabeiseins erwecken“. Bei seinen Landschaftsbildern, Bildern seiner Heimat, sei nicht der dargestellte Ort wichtig, sondern die Aura einer beseelten Landschaft.

„Muckenschnabls Bilder leben von der Linie, die homogene Farbflächen umschließt und begrenzt. In ihnen lösen sich Landschaften und architektonische Strukturen in Farben auf, die letztendlich nur noch Gefühle sind. Seine Bilder sind die Verschmelzung des Realen mit dem Idealen – klare Kompositionen mit impressionistischen Farbmelodien, die die Dynamik einer lichtdurchfluteten Zeitlosigkeit vermitteln“, so Pongratz weiter.

Dabei sei als Bildmotiv insbesondere der Wald, der Bayerischer Wald, ein „Muss“ im Oeuvre Herbert Muckenschnabls, da er Lusen und Rachel mit ihren sterbenden und gebärenden Wäldern von seinem Atelierfenster aus ständig vor Augen habe, deren grafische Elemente er – mit freiem Blick – in Sinnbilder für Leben und Tod, in Lebenslinien destilliere. „Muckenschnabl fordert uns zum wahrnehmen auf – das heißt aufmerksam hinschauen, kritisch beobachten und Hingabe an den Augenblick mit der Frage nach unserem persönlichen Standpunkt. Somit wird seine Kunst zu einem sehr bedeutsamen Urgrund für Kommunikation“, so Laudator Pongratz.

Herbert Muckenschnabl entnimmt seine Bildthemen dem Alltag. Inspiriert sind sie von der unverwechselbaren Landschaft Niederbayerns, des Bayerischen Waldes und des vorgelagerten Hügellandes an Isar und Inn. Der gebürtige Gotteszeller (Jahrgang 1947) lebt in Schönanger bei Neuschönau in unmittelbarer Nachbarschaft zum Nationalpark Bayerischer Wald. Der studierte Kirchenmusiker und Kunsterzieher arbeitete bis 2012 hauptberuflich als Lehrer. Als Maler beschickte er zahlreiche Ausstellungen, unter anderem Gruppenausstellungen im Deutschen Museum in München, im William Bonfas Fine Arts Center in Escanaba, Michigan, und im Milwaukee County War Memorial Center. Als Illustrator wirkte er an der CD-Reihe „ARTE NOVA Classic“. 1992 wurde er mit dem Kulturförderpreis Ostbayern und 2004 mit dem Kulturpreis des Landkreises Freyung/Grafenau ausgezeichnet.

Weitere Informationen: http://www.nationalpark-bayerischer-wald.de/aktuelles/index.htm
http://www.nationalpark-bayerischer-wald.de/zu_gast/veranstaltungen/index.htm

 

Von Biber bis Rock: Nationalpark Bayerischer Wald bietet spannendes Sonntagsprogramm

(Foto: Dr. Joswig Walter, LfU): Biber im Nationalpark - mit etwas Glück auch in freier Wildbahn zu erleben

(Foto: Dr. Joswig Walter, LfU): Biber im Nationalpark – mit etwas Glück auch in freier Wildbahn zu erleben

Am kommenden Sonntag, den 25. Mai 2014, hält der Nationalpark Bayerischer Wald gleich zwei Highlights seines neuen Sommerprogramms bereit: In das „Reich von Biber und Fischotter“ führt die Auftaktveranstaltung der neuen Sonderführungsreihe „Wildtiere erleben“. Außerdem lädt die erste Sonntagsmatinee im „Tor zur Wildnis“, dem Pavillon des Nationalparks auf der Landesgartenschau in Deggendorf, ein, den Sonntagvormittag in toller Atmosphäre mit einer ungewöhnlichen Mischung aus afghanischen Melodien, Deutschrock und Gänsehaut-Balladen der Rockband DART zu verbringen. Beide Veranstaltungen sind – wie immer – kostenlos.

Als eines der größten europäischen Waldschutzgebiete bietet der Nationalpark Bayerischer Wald vielen Tierarten einen idealen Lebensraum. Um Gästen wie Einheimischen zu ermöglichen, Tiere hautnah in ihrer natürlichen Umgebung zu erleben, nehmen Nationalparkmitarbeiter Interessierte auf über 20 geführten Touren der Sonderreihe „Wildtiere erleben“ mit in ihre Reviere zu den oft versteckten Aufenthaltsorten der meist scheuen Tiere.

Den Auftakt macht am kommenden Sonntag die Führung „Im Reich von Biber und Otter“. Am Reschbach, der sich nach seiner Renaturierung im Gebiet unterhalb Mauth – Finsterau wieder zu einem frei fließenden, natürlichen Bachabschnitt entwickelt hat, haben Fischotter und Biber wieder eine Heimat gefunden. Bei der Wanderung führt Max Greiner, der Vorsitzende von ProNationalpark Freyung-Grafenau in diesen neu entstehenden Lebensraum ein. Er wird auch Informationen zum LIFE+ Projekt geben, in dessen Rahmen in den kommenden Jahren ähnliche Renaturierungen, z.B. am Sagwasser, durchgeführt werden. Treffpunkt für die ca. 3-4 Std. dauernde Führung ist um 13.00 Uhr am Parkplatz Sandriegel. Bitte melden Sie sich aus organisatorischen Gründen bis spätestens einen Tag vorher beim Nationalpark-Führungsservice an unter Tel.: 0700 00 77 66 55.

Eine besonderes Kaleidoskop an Attraktionen für Tagesbesucher der Landesgartenschau Deggendorf sind die Sonntagsmatineen, mit denen der Nationalpark Bayerischer Wald ab kommenden Sonntag in loser Folge seine Präsentation im „Tor zur Wildnis“ bereichert. Das Spektrum reicht von literarischen und musikalischen Streifzügen über kabarettistische Vorstellungen bis hin zu Flügen mit dem Oktokopter über die Landesgartenschau. Beginn ist jeweils um 11.00 Uhr.

Den Anfang macht die multikulturellen Rockband „DART“. Mit ihrem Repertoire aus afghanischen Melodien, Deutschrock und Gänsehaut-Balladen ist sie ein Paradebeispiel dafür, wie unterschiedliche Kulturen einander bereichern können. Gegründet wurde die Band vor über einem Jahr von der Volkshochschule des Landkreises Freyung-Grafenau und dem musikalischen Leiter Christian Balboo Bojko im Rahmen des XENOS-Projekts „Grenzenlos tolerant – Toleranz grenzenlos“.

Auch die Nationalpark-Idee ist international und der Nationalpark Bayerischer Wald ist in zahlreichen internationalen Netzwerken aktiv. Lukas Laux, der Bildungsreferent des Nationalparks, wird im Rahmen der Matinee in kurzen Beiträgen über die internationalen Beziehungen des Nationalparks berichten und Projekte, wie das Internationale Wildniscamp am Falkenstein oder das Netzwerk Go4BioDiv vorstellen.

Weitere Informationen: http://www.nationalpark-bayerischer-wald.de/aktuelles/index.htm

Doppelter Elchnachwuchs im Nationalpark Bayerischer Wald

(Foto: NPV Bayerischer Wald) Erst einen Tag alt: eines der beiden im Nationalpark Bayerischer Wald geborenen Elchkälber, hier zusammen mit seiner Mutter, der Elchkuh Lillemoor

(Foto: NPV Bayerischer Wald)
Erst einen Tag alt: eines der beiden im Nationalpark Bayerischer Wald geborenen Elchkälber, hier zusammen mit seiner Mutter, der Elchkuh Lillemoor

In kurzer Folge, in den Nächten vom 19. auf den 20. und dem 21. Auf den 22. Mai 2014, kamen im Tier-Freigelände Nationalparkzentrum Lusen des Nationalparks Bayerischer Wald erstmals zwei Elchkälber zur Welt. Zuchterfolge mit Elchen in Gefangenschaft sind nicht selbstverständlich, da Elche als komplizierte Nahrungsspezialisten generell schwer zu halten und daher oft nicht in ausreichend guter Verfassung sind, um sich fortzupflanzen. Die Eltern der beiden Jungtiere, der vierjährige Elchbulle Putte und die beiden ebenfalls vier Jahre alten Elchkühe Gunel und Lillemoor, stammen aus Schweden und leben seit knapp zweieinhalb Jahren im Tier-Freigelände des Nationalparks. Das Geschlecht der beiden Elchkälber ist noch unbekannt.

„Wir freuen uns riesig über den Nachwuchs bei unseren Elchen“, kommentierte Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl den jüngsten Zuchterfolg im Tier-Freigelände Lusen. „Dass gleich beide Elchkühe Nachwuchs bekommen haben, ist ein Zeichen, dass wir mit unserer Elchhaltung auf einem guten Weg sind. Außerdem freuen wir uns für unsere Besucher, für die Jungtiere seltener Wildtierarten immer eine besondere Attraktion sind“, so Leibl weiter.

Mit etwas Glück können Besucher die beiden Elchkälber ab sofort im Gehege beobachten, da sie bereits unmittelbar nach der Geburt aufstehen und ihren Müttern folgen. „Manchmal legen die Mütter ihre Jungtiere auch versteckt in der Vegetation ab; dann sind sie etwas schwerer zu finden“, so Dr. Dennis Müller, Tierarzt und Leiter der Tier-Freigelände des Nationalparks. „Aber unsere Elchkuh Lillemoor, die erst vorgestern Nacht Mutter wurde, scheint da offensichtlich ganz entspannt zu sein: Im Moment hat sie ihr Kalb keine 10 Meter vom Zaun abgelegt und lässt sich auch nicht von den Besuchern stören, die ihren Nachwuchs bewundern.“

Das Gehege betreten derzeit jedoch weder Tierarzt noch Tierpfleger, um die beiden Muttertiere und ihre Neugeborenen nicht zu stören. „Elchmütter können sehr aggressiv werden. Mit einer Untersuchung und der Geschlechtsbestimmung der beiden Jungtiere müssen wir uns also noch ein wenig gedulden“, so Müller. Die Kälber bleiben in der Regel bis zur Geburt der Geschwister im nächsten Jahr bei ihrer Mutter. „Wenn es bei unseren Kälbern soweit ist, werden wir sie in andere passende Elchhaltungen vermitteln; wir sind zuversichtlich, dass das klappt“, bekräftigt Müller.

Im Gegensatz Hirschen werden Elche selten in Tiergärten und Wildgehegen gezeigt. Ein wichtiger Grund hierfür ist vor allem die schwierige artgerechte Fütterung. Als sogenannte Laubäser ernähren sich Elche hauptsächlich von Zweigen, Blättern, Nadeln, Knospen und Rinde. Im Sommer können Wasserpflanzen einen wesentlichen Anteil der Nahrung ausmachen. Aufgrund seiner gewaltigen Körpergröße – erwachsene europäische Elche wiegen zwischen 300 und 400 Kilo – braucht ein Elch enorme Mengen dieser Nahrung; im Sommer können das bis zu 50 Kilo am Tag werden. Heu oder andere Ersatzfutterstoffe, wie sie an andere pflanzenfresse Gehegetiere verfüttert werden können, kommen für den Elch nicht in Frage, da eine solche Fehlernährung oft zu Darmerkrankungen und Unterernährung bis zum Verhungern führt.

„Solche Mengen Elch-taugliches Futter zur Verfügung zu stellen, ist eine echte Herausforderung, besonders im Winter, wo pro Elch mindestens 10 Kilo am Tag gebraucht werden. Obwohl unser Gehege mit 3,5 Hektar großzügig bemessen ist und die Elche auch dort schon einiges an geeignetem Futter finden, reicht das natürlich bei weitem nicht aus“, erläutert Tierarzt Müller. Gelöst wird das Problem im Tier-Freigelände, indem alles an geeignetem Schnittholz, wie es beispielsweise beim Wegeunterhalt im Nationalpark anfällt, als Elchfutter gesammelt wird. Auch benachbarte Waldbesitzer steuern geeignetes Material bei, so dass bei einem so großen Gebiet genügend Nahrung für die drei Gehege-Elche zusammen kommt. „Mit dieser Vorgehensweise haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Unsere Elche stehen gut im Futter und sind auch sonst gut in Form, was sich daran zeigt, dass sie bislang noch nicht ernsthaft erkrankt sind. Für unsere beiden Elchkälber bedeutet dies, dass wir von einer angemessenen Milchversorgung ausgehen können, Grundvoraussetzung für eine gesunde und robuste Entwicklung“, erklärt Müller.

Ob es im Nationalpark Bayerischer Wald in absehbarer Zeit auch Elchgeburten in freier Wildbahn geben wird, bleibt abzuwarten. Durchziehende Elche werden in der Region seit Jahren regelmäßig gemeldet, zuletzt vor rund einem Monat bei Finsterau im Landkreis Freyung-Grafenau. „Als typischer Bewohner großer, ungestörter Waldgebiete mit kaltgemäßigtem, schneereichem Klima würden Elche schon sehr gut in den Bayerischen Wald und in den Nationalpark passen“, sagt Dennis Müller, der sich in seiner Doktorarbeit auch mit der Ökologie der imposanten Geweihträger befasst hat. Nur 50 Kilometer entfernt, am Moldaustausee, gibt es eine stabile Population, die sich auch fortpflanzt. „Für einen Elch ist das keine Entfernung und Jungelche sind immer auf der Suche nach neuen Revieren“, meint Müller. Der Nationalpark sei insofern auch sehr gut geeignet, als die Windwurf- und Borkenkäferflächen im Nationalpark mit wichtigen Futterpflanzen wie Weide, Birke und Brombeere ideale Einstände für Elche darstellten. Darüber hinaus schaffe der Biber durch das Aufstauen von Fließgewässern derzeit weitere besonders für Elche geeignete Lebensräume, so Müller weiter. „Wenn der Elch kommt um zu bleiben, wäre er sicher eine spannende Bereicherung für den Nationalpark – und wir im Tier-Freigelände könnten ihn dann als heimische und nicht – wie bisher – als in unserer Region ausgestorbene Tierart präsentieren“, so Müller abschließend.

Wanderelche aus Polen und der Tschechischen Republik zeigen sich in den letzten Jahren vermehrt in Sachsen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern, so dass Deutschland vom World Wildlife Fund WWF im vergangenen Jahr offiziell zum „Elch-Einwanderungsland“ erklärt wurde. In Brandenburg und Sachsen haben sich bereits kleine sesshafte Populationen etabliert. Elche unterliegen dem Bundesjagdgesetz und sind ganzjährig geschont.

Weitere Informationen: http://www.nationalpark-bayerischer-wald.de/aktuelles/index.htm
http://www.nationalpark-bayerischer-wald.de/zu_gast/einrichtungen/index.htm

Tierisch wilder Urlaub beim Nationalpark Partner

„Bilder aus dem Alltag“

Nationalpark eröffnet Herbert-Muckenschnabl-Ausstellung im Haus zur Wildnis

Herbststille, Herbert Muckenschnabl

Herbststille, Herbert Muckenschnabl (Fotos: NPV Bayerischer Wald)   

Am Donnerstag, den 22. Mai 2014, lädt der Nationalpark ein ins Haus zur Wildnis zur Vernissage der Ausstellung „Bilder aus dem Alltag“ mit Werken von Herbert Muckenschnabl. Gezeigt werden rund 30 Gemälde, die sich mit Landschaften, Stillleben, Architektur und Menschen seiner Heimat auseinandersetzen. Beginn der Vernissage ist um 18.30 Uhr. Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl wird die Ausstellung eröffnen, die Laudation hält der Kunst-, Literatur- und Lyrikverleger Toni Pongratz; eine Führung durch die Ausstellung und ein Imbiss runden die Ausstellungseröffnung ab. Der Eintritt ist frei.

Herbert Muckenschnabl entnimmt seine Bildthemen dem Alltag. Nicht der dargestellte Ort im Bild ist wichtig, sondern die Aura einer beseelten Landschaft, die unverwechselbare Landschaft Niederbayerns, die des Bayerischen Waldes und des vorgelagerten tertiären Hügellandes an Isar und Inn.

Gehöft unter Feldern, Herbert Muckenschnabl

Gehöft unter Feldern, Herbert Muckenschnabl

Muckenschnabls Bilder leben von der auffällig starken Linienführung, und so ist es nicht verwunderlich, dass manche in ihrer Reduzierung an asiatische Kalligraphie erinnern. Aber selbst in seinen großformatigen, auf wenige Linien reduzierten Pinselzeichnungen entfernt sich Muckenschnabl nie gänzlich vom Gegenstand, sondern vermittelt dem Betrachter immer noch die Vorstellung von konkreten Dingen, die er in eine ganz eigene Bild und Formensprache übersetzt. Diese hat er im Laufe seines mittlerweile vier Jahrzehnte langen Schaffens kontinuierlich zum eigenen, nahezu unverwechselbaren, fast zu einem künstlerischen Alleinstellungsmerkmal entwickelt.

Grundsätzlich strahlen die Bilder Muckenschnabls eine große, wohltuende Ruhe und Klarheit aus. Formal wie inhaltlich auf das Wesentliche reduziert, wirken sie unaufgeregt und meditativ. Die zeitlosen Motive lassen auch die Bilder zeitenthoben und der Wirklichkeit entrückt wirken.

Der gebürtige Gotteszeller Herbert Muckenschnabl (Jahrgang 1947) lebt in Schönanger in unmittelbarer Nachbarschaft zum Nationalpark Bayerischer Wald. Der studierte Kirchenmusiker und Kunsterzieher arbeite bis 2012 hauptberuflich als Lehrer. Als Maler beschickte er zahlreiche Ausstellungen, unter anderem Gruppenausstellungen im Deutschen Museum in München, im William Bonfas Fine Arts Center in Escanaba, Michigan, und im Milwaukee County War Memorial Center. Als Illustrator wirkte er an der CD-Reihe „ARTE NOVA Classic“. 1992 wurde er mit dem Kulturförderpreis Ostbayern und 2004 mit dem Kulturpreis des Landkreises Freyung/Grafenau ausgezeichnet.

Die Ausstellung „Bilder aus dem Alltag“ ist bis einschließlich 27. Juli 2014 täglich von 9.00 – 18.00 Uhr, im Haus zur Wildnis; der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen: http://www.nationalpark-bayerischer-wald.de/aktuelles/index.htm
http://www.nationalpark-bayerischer-wald.de/zu_gast/einrichtungen/index.htm