„Klare Kompositionen mit impressionistischen Farbmelodien“


Herbert-Muckenschnabl-Ausstellung im Haus zur Wildnis eröffnet

Vernissage im Haus zur Wildnis: Herbert Muckenschnabl (Mitte) führt durch seine Ausstellung „Bilder aus dem Alltag“; begleitet von Nationalparkleiter Franz Leibl (rechts). (Foto: NPV Bayerischer Wald)

Vernissage im Haus zur Wildnis: Herbert Muckenschnabl (Mitte) führt durch seine Ausstellung „Bilder aus dem Alltag“; begleitet von Nationalparkleiter Franz Leibl (rechts). (Foto: NPV Bayerischer Wald)

Am 22. Mai 2014 wurde im Haus zur Wildnis die Ausstellung „Bilder aus dem Alltag“ mit Werken von Herbert Muckenschnabl eröffnet. Gut 70 Gäste waren zur Vernissage gekommen, um die rund 30 Gemälde zu bewundern, die Landschaften, Stillleben, Architektur und Menschen aus Muckenschnabls niederbayerischer Heimat thematisieren. Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl begrüßte die Gäste, unter ihnen zwei neugewählte Vertreter der Lokalpolitik, die stellvertretende FRG-Landrätin Renate Cerny und den Neuschönauer Bürgermeister Alfons Schinabeck. Die Laudatio hielt der Kunst-, Literatur- und Lyrikverleger Toni Pongratz; eine Führung durch die Ausstellung mit dem Künstler rundete die Vernissage ab. Die Ausstellung ist im Haus zur Wildnis bis einschließlich 27. Juli täglich von 9 bis 18 Uhr zu sehen; der Eintritt ist frei.

„Wir vom Nationalpark freuen uns ganz besonders darüber, dass Sie als einer der renommiertesten Bayerwald-Künstler, der durch seinen Wohnort bei Neuschönau räumlich eher dem Altparkgebiet zugeordnet sind, hier im Haus zur Wildnis, also im Erweiterungsgebiet, Ihre wunderbaren Bilder präsentieren. Ihre Ausstellung kann man daher als ein Zeichen des Zusammenwachsens beider Nationalparkteile – ja der Nationalparkregion als Ganzes – verstehen, denn schließlich gibt es nur einen Nationalpark Bayerischer Wald mit der Zielsetzung ‚Natur Natur sein lassen‘ und eine Nationalparkregion“, sagte Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl bei seiner Begrüßung der Vernissage-Gäste.

Laudator Toni Pongratz hob Herbert Muckenschnabls Fähigkeit hervor, in der heutigen flüchtigen Zeit der unerschöpflichen auditiven und visuellen Möglichkeiten von Fernsehen, Video, Internet und spektakulären Events „Seh-Erlebnisse“ von ruhiger, klarer Eindringlichkeit zu schaffen, die „ein starkes Gefühl des Dabeiseins erwecken“. Bei seinen Landschaftsbildern, Bildern seiner Heimat, sei nicht der dargestellte Ort wichtig, sondern die Aura einer beseelten Landschaft.

„Muckenschnabls Bilder leben von der Linie, die homogene Farbflächen umschließt und begrenzt. In ihnen lösen sich Landschaften und architektonische Strukturen in Farben auf, die letztendlich nur noch Gefühle sind. Seine Bilder sind die Verschmelzung des Realen mit dem Idealen – klare Kompositionen mit impressionistischen Farbmelodien, die die Dynamik einer lichtdurchfluteten Zeitlosigkeit vermitteln“, so Pongratz weiter.

Dabei sei als Bildmotiv insbesondere der Wald, der Bayerischer Wald, ein „Muss“ im Oeuvre Herbert Muckenschnabls, da er Lusen und Rachel mit ihren sterbenden und gebärenden Wäldern von seinem Atelierfenster aus ständig vor Augen habe, deren grafische Elemente er – mit freiem Blick – in Sinnbilder für Leben und Tod, in Lebenslinien destilliere. „Muckenschnabl fordert uns zum wahrnehmen auf – das heißt aufmerksam hinschauen, kritisch beobachten und Hingabe an den Augenblick mit der Frage nach unserem persönlichen Standpunkt. Somit wird seine Kunst zu einem sehr bedeutsamen Urgrund für Kommunikation“, so Laudator Pongratz.

Herbert Muckenschnabl entnimmt seine Bildthemen dem Alltag. Inspiriert sind sie von der unverwechselbaren Landschaft Niederbayerns, des Bayerischen Waldes und des vorgelagerten Hügellandes an Isar und Inn. Der gebürtige Gotteszeller (Jahrgang 1947) lebt in Schönanger bei Neuschönau in unmittelbarer Nachbarschaft zum Nationalpark Bayerischer Wald. Der studierte Kirchenmusiker und Kunsterzieher arbeitete bis 2012 hauptberuflich als Lehrer. Als Maler beschickte er zahlreiche Ausstellungen, unter anderem Gruppenausstellungen im Deutschen Museum in München, im William Bonfas Fine Arts Center in Escanaba, Michigan, und im Milwaukee County War Memorial Center. Als Illustrator wirkte er an der CD-Reihe „ARTE NOVA Classic“. 1992 wurde er mit dem Kulturförderpreis Ostbayern und 2004 mit dem Kulturpreis des Landkreises Freyung/Grafenau ausgezeichnet.

Weitere Informationen: http://www.nationalpark-bayerischer-wald.de/aktuelles/index.htm
http://www.nationalpark-bayerischer-wald.de/zu_gast/veranstaltungen/index.htm

 

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